Im Vordergrund kniet eine barfüßige Figur auf dem Boden und richtet den Blick auf einen schräg an die Wand gelehnten Rahmen. Eine Hand bleibt aufgestützt. Die andere reicht nach vorn, während das abgestellte Bild nur ein angeschnittenes Gesicht mit nach oben gerichteten Augen zeigt, seine obere Kante aus der Wandlinie kippt und zwei weitere Rahmen sichtbar an Schnüren über der Szene hängen. In den oberen Bildern beugen sich ähnlich aussehende Figuren über hölzerne Kanten.
Ein leerer Tisch und ein hoher Stuhl teilen den zurückhaltend beleuchteten Raum. Beide Möbel bleiben unbenutzt. Der dunkle Holzton verbindet Möbel und Rahmen, doch ihre Plätze bleiben klar verschieden. Gerade der nicht aufgehängte Rahmen bricht diese Ordnung. Er steht tiefer als alles andere und erhält durch die kniende Figur die stärkste räumliche Nähe.
Das Werk gehört zur fortlaufenden, chronologisch veröffentlichten Werkfolge von Jörg Hornisch · Silent-Art. Es ist eine Station des visuellen Tagebuchs, in dem Wiederholungen und Verschiebungen zum Zusammenhang der Arbeit gehören.
Dieses Werk ist als Kunstdruck auf Leinwand erhältlich.
Der Druck wird auf einen Holzrahmen aufgezogen.















