Im Zentrum dieses Bildes hält ein Mann eine runde Uhr mit beiden Händen vor ein helles Fenster. Der Raum bleibt eng. Licht fällt in breiten, waagerechten Bahnen durch den dunklen Innenraum und berührt seine Unterarme sowie das dem Zifferblatt zugewandte Gesicht, während rechts an der Wand ein gerahmtes Bild mit einer verhüllten Figur hängt. Er blickt zur Uhr.
Die feste Form des Zifferblatts steht vor einem Licht, das Fensterkanten und Körperkonturen verwischt. Auf der Fensterbank liegen ein Blatt und ein Stift; eine kleine offene Schachtel verschwindet fast im Schatten. Der Blick der gemalten Figur führt aus dem Wandbild in den Raum, ohne den Mann direkt zu erreichen. So verbindet das Gemälde einen genau markierten Gegenstand mit einem Augenblick, dessen Dauer sich nicht festhalten lässt. Die Szene hält inne.
Das Werk gehört zur fortlaufenden, chronologisch veröffentlichten Werkfolge von Jörg Hornisch · Silent-Art. Es ist eine Station des visuellen Tagebuchs, in dem Wiederholungen und Verschiebungen zum Zusammenhang der Arbeit gehören.
Dieses Werk ist als Kunstdruck auf Leinwand erhältlich.
Der Druck wird auf einen Holzrahmen aufgezogen.















